Krimi zum Saisonauftakt: TSV 1862 Radeburg 3 trennt sich unentschieden vom TTV System-Haus Dresden

Zum Auftakt der neuen Saison 2026/27 in der Bezirksklasse erwischte die 3. Mannschaft des TSV 1862 Radeburg beim TTV System-Haus Dresden einen echten Tischtennis-Krimi. Am Ende stand nach packendem Verlauf ein 8:8-Unentschieden zu Buche – ein Punktgewinn, der sich zwischenzeitlich nach einem greifbaren Sieg anfüllte, am Ende jedoch einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterließ.

Der Start verlief nach Maß: Das Radeburger Spitzendoppel Ronny Gursinsky / Sören Freyer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich gewohnt klar mit 3:0 durch. Für das erste Ausrufezeichen sorgten Saro Thomschke und Maja Adam, die im zweiten Doppel überraschend souverän einen 3:1-Erfolg einfuhren. Da das dritte Doppel (Göhler/Roßmann) nach knappem Spielverlauf trotz eines deutlichen Satzgewinns im Dritten mit 1:3 unterlag, ging der TSV mit einer psychologisch wichtigen 2:1-Führung in die Einzel.

Im oberen Paarkreuz baute Radeburg den Vorsprung zunächst weiter aus. Sowohl Ronny Gursinsky als auch Saro Thomschke kämpften mit Anlaufschwierigkeiten, bewiesen im Entscheidungssatz jedoch die besseren Nerven und siegten jeweils mit 3:2 zur komfortablen 4:1-Gesamtführung.

Doch die Gastgeber aus Dresden schlugen zurück: Im mittleren Paarkreuz hielten Maja Adam und Sören Freyer über weite Strecken gut mit, verpassten es jedoch, die entscheidenden Bälle für sich zu nutzen. Nach Niederlagen der beiden sowie zwei weiteren Pleiten im unteren Paarkreuz durch Andreas Roßmann und Alexander Göhler kippte die Partie komplett – der TTV System-Haus ging erstmals mit 5:4 in Führung.

Im zweiten Durchgang zeigte das Radeburger Spitzenduo erneut seine Klasse. Gursinsky (3:2 gegen Techman) und Thomschke (3:1 gegen Schubert) drehten das Spiel wieder zugunsten des TSV zur 5:4-Führung. In der Mitte folgte daraufhin das intensivste Duell des Tages: Radeburgs Mannschaftsführer Sören Freyer lieferte sich mit Dresdens Florian Hohlfeld einen hochdramatischen Schlagabtausch mit ständig wechselnden Satzgewinnen. Im fünften Satz musste sich Freyer erst in der Verlängerung hauchdünn mit 12:14 geschlagen geben. Da auch Adam ihr Spiel nicht fand (0:3), geriet Radeburg erneut mit 5:6 in Rückstand. Aus der anfänglichen Sieg-Hoffnung wurde plötzliches Bangen.

Die Hoffnung, zumindest noch ein Unentschieden zu retten, klammerte sich an die letzten Begegnungen. Alexander Göhler zeigte eine bärenstarke taktische Leistung gegen lange Noppen, siegte souverän mit 3:0 und glich zum 6:6 aus.

Parallel dazu hatte bereits das letzte Einzel von Andreas Roßmann begonnen. In einer umkämpften Partie mit deutlichen, aber ständig wechselnden Satzgewinnen (11:5, 5:11, 11:7, 7:11) ging Roßmann in den Entscheidungssatz. Da dieses Match sich in die Länge zog, startete parallel bereits das Entscheidungsdoppel. Hier ließen Gursinsky/Freyer trotz verständlicher Anspannung nichts mehr anbrennen, siegten souverän mit 3:1 und sicherten Radeburg vorzeitig das Unentschieden.

Am Nebentisch reichten Roßmann im fünften Satz leider nicht ganz die Nerven, sodass er sich knapp mit 8:11 geschlagen geben musste.

Fazit:

Am Ende steht nach dem 8:8-Endstand ein Punktgewinn, der die Moral der Mannschaft unterstreicht, sich zwischenzeitlich nach Sieg, am Ende aber doch wie eine Niederlage anfühlte.