Nach der Punkteteilung beim Auswärts-Saisonauftakt bei Systemhaus Dresden, erwartete die dritte Mannschaft am Freitagabend (02.10.2026) zum ersten Heimspiel der Saison die 8. Vertretung vom TTC Elbe Dresden. Die Dritte trat ohne Radeburgs Tischtennis-As Ronny Gursinsky an, Elbe musste ebenfalls von unten auffüllen.
Die Radeburger erwischten den besseren Start oder hatten halt einfach die Doppel geschickt aufgestellt. Bei den drei gewonnenen Eingangsdoppeln hatte unerwartet gerade das erste Doppel mit Neuzugang Saro Thomschke und Sören Freyer die meisten Probleme. Dagegen funktionierte Doppel 2 (Gunar Fabig und Andreas Rossmann) mit Material und Blockspiel wunderbar gegen das offensive Spiel von Elbes Doppel 1. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam Doppel 3 mit Alexander Göhler und Erik Leuschner immer besser ins Spiel und sorgten für den perfekten Start.
So konnte es weiter gehen – aber leider vorerst nur bis zu Saros Sieg im ersten Einzel. Wieder einmal einen Gegner mit druckvollem Noppeneinsatz, unberechenbarem Abwehrspiel und klasse Topspins den Zahn gezogen. Das war allerdings im Groben das Positive der ersten Einzelrunde. Elbe dreht den Spieß um und ging mit einer knappen Führung in die zweite Runde. Neben einigen knappen Spielen war insbesondere das Spiel von Erik denkwürdig. Bei Satzrückstand 1:2 und einer kleinen Aufholjagd zum 8:8 im vierten Satz zählte der Schiedsrichter Erik einen direkten Aufschlaggewinn weg und entschied auf 8:9. Ja, es gab vorher schon Diskussionen um den Aufschlag und der Schiedsrichter entscheidet, aber auch beim Gegner hätte man den einen oder anderen Aufschlag wegzählen können (Stichworte ruhig und offene Handfläche). Ist ein Aufschlag regelgerechter nur weil man damit keine direkten Punkte macht? Ich denke nicht! Da bei Erik danach nichts mehr ging, war es traurig mit anzusehen, wie sich Schiedsrichter und Sieger danach miteinander feierten. Hier wäre etwas mehr Demut angebracht gewesen!
Es folgten zwei Fünf-Satz-Matches im oberen Paarkreuz. Wieder mit dem besseren Ende für Saro. Gunar konnte nach 0:2-Satzrückstand fast das Spiel drehen. Die Ansätze sind wieder da – erst das dritte Spiel nach verletzungsbedingt einem Jahr Punktspielpause! Null Chance dann bei Sören gegen die Offensivpower des Gegners. Zwischenzeitlicher 5:7- Rückstand. Alex bot danach eine klasse Vorstellung. Das erste Jahr bei den Herren und technisch sowie taktisch auf einem guten Weg – da wächst was heran. Was für ein Glück, dass Andreas seinem Gegner den ersten Satz noch entreißen konnte, sonst wäre das Spiel wohl 0:3 weggegangen. Kein Tischtennisleckerbissen, eher schwere Kost, aber die taktischen Vorgaben konsequent umgesetzt, ging es in langwierige Schupfduelle, in denen Andreas fokussiert blieb und in der Regel auf den Fehler des Gegners warten konnte. Auch Erik konnte sich revanchieren – in einem wahren Krimi - am Ende der Sieg mit 12:10 im Fünften. Und die Führung vor dem Entscheidungsdoppel war bitter nötig, denn über gute Ansätze kamen Saro und Sören nicht hinaus. Alles in Allem eine gerechte Punkteteilung und das zweite Unentschieden im zweiten Spiel.

