Nach dem holprigen Unentschieden vom Freitag ging es am Samstag für die 1. Radeburger Herrenmannschaft nach Dresden zur 3. Vertretung des SV Dresden Mitte. Personell musste man auf Eric Laubert und Marc Schäfer verzichten. Auch die Spitzenkräfte aus der Zweiten standen krank nicht als Ersatz zur Verfügung. Thomas Fischer und Neuzugang Sulay Jabour (3. Mannschaft) sprangen ein.
Die Gastgeber aus Dresden traten in Bestbesetzung an und stellten quasi die ukrainische Stadtauswahl. Lediglich Nummer 1 Jakub Ristow ist Deutscher, wobei seine Eltern in Kasachstan aufgewachsen sind. Beim Coaching konnten man heute also nicht lauschen ;-) Im Vergleich zum Hinspiel, das die Radeburger gewinnen konnten, waren die Gastgeber auf 2 Positionen verbessert aufgestellt. Mit an Bord sogar eine international aktive ukrainische Nachwuchsspielerin, die als Nummer 4 aufgestellt wurde.
Die Hoffnung, den Hinspielsieg zu wiederholen war also gering, es bestand sogar die Gefahr eines Abschusses. Am Anfang sah es auch ganz danach aus. Chris Rieß und Benny Fuchs konnten in 5 Sätzen einen Sieg im Doppel erkämpfen. Die anderen beiden Doppel gingen klar verloren.
Die erste Einzelrunde brachte zu Beginn 3 Niederlagen. Erst Kapitän Mark Domke konnte den Lauf der Dresdner stoppen. Mit geschicktem Aufschlagspiel und kluger Platzierung konnte er die junge Dresdnerin schlagen. Direkt danach folgte für die Radeburger das Highlight des Tages. Sulay Jabour machte ein wahnsinnig geiles Spiel und konnte in einem unfassbar spannenden Spiel mit attraktiven Ballwechseln einen Sieg einfahren. Man könnte sagen: angekommen in der Ersten! Zum Abschluss der ersten Einzelrunde verlor Thomas Fischer und die Gäste lagen 6:3 hinten.
Als sich Johannes Meinig dann zu Beginn der zweiten Einzelrunde klar geschlagen geben musste, drohnte der befürchtete Abschuss. Aber die Radeburger wehrten sich, und wie. Chris Rieß, top Spiel, klarer Sieg. Mark Domke, Kampf pur, klarer Sieg. Benny Fuchs, Block spezial, klarer Sieg. Man war vor den letzten beiden Einzeln auf 7:6 dran. In den abschließenden beiden Einzeln zeigten die Dresdner allerdings ihre Klasse. In der Hinrunde hatten sie noch an Position 1 und 2 gespielt, heute an 5 und 6. Thomas Fischer und Sulay Jabour war es nicht vergönnt eine weitere Überraschung zu schaffen. Endergebnis nach gutem Kampf 6:9.

